ZGF-Projekt 1281/02

[ Schutz der Berggorillas
im Virunga Nationalpark ]


Berggorillas in den Virungas. Foto:U.Zimmermann
Nach Unterbrechungen durch die schweren B¸rgerkriege hat die Zoologischen Gesellschaft Frankfurt im Jahr 2002 ihr Programm zum Schutz der Gorillas im Kongo wieder aufgenommen. Der ZGF Gorillaschutz war bereits von Bernhard Grzimek, dem ehemaligen ZGF Pr”sidenten vor ¸ber 30 Jahren ins Leben gerufen worden. Nur noch rund 670 freilebende Berggorillas (Gorilla beringei beringei) gibt es heute. Etwa die H”lfte davon lebt im Gebiet um die Virunga Vulkane, in den Bergw”ldern der Grenzregion zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda. Eine zweite Population lebt im Bwindi Nationalpark in Uganda. Es gibt keine Berggorillas in Gefangenschaft bzw. in Zoos. Damit z”hlt der Berggorilla nicht nur zu den seltensten sondern auch zu den am st”rksten bedrohten S”ugetieren der Erde.Diese letzten Berggorillas vor Wilderei zu sch¸tzen und ihren Lebensraum zu bewahren, ist Ziel des ZGF Gorilla Projektes.

[ Ohne ihren Lebensraum geht es den Gorillas an den Kragen ]

Die Virunga Vulkane und der Bwindi Impentrable Forest bilden ein grenz¸berschreitendes Waldsytem im Dreil”ndereck zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Ruanda. Die Region ist nicht nur ausgesprochen reich an Arten, sie beherbergt auch viel Endemiten, d.h. Arten die nur dort und nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Nicht zuletzt sind diese W”lder die Heimat der Berggorillas.

Der Virunga Nationalpark – gegr¸ndet 1925 – ist der ”lteste Park Afrikas. Wie Bwindi ist auch er Weltnaturerbe der UNESCO. Denn mit ihrem Mosaik verschiedener ÷kosystem weisen beide Gebiete eine Biodiversit”t von globaler Bedeutung auf.

Die politischen Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo sowie zahlreiche Fl¸chtlinge aus dem Nachbarland Ruanda haben den Nationalpark in den vergangenen Jahren starkem Druck ausgesetzt. Nicht nur die Waldzerst–rung bedroht die letzten Berggorillas massiv, auch Wilderei wird zunehmend wieder zur Gefahr f¸r die Menschenaffen. Nach 17 Jahren Pause wurden im Jahr 2002 mehrere Gorillas Opfer von Wilderen. Um an Gorillababies zu kommen, die zu vermeintlich horrenden Summen verkauft werden k–nnen, werden ganze Familien get–tet. Ohne die massive Đberwachung der Gorillas durch die Ranger des Nationalparkes werden die letzten Berggorillas und ihr Waldlebensraum vor unseren Augen verschwinden.

[ Konkrete Hilfe f¸r die Gorillas ]

Im Virunga Nationalpark arbeitet die ZGF beim Schutz der Gorillas eng mit dem International Gorilla Conservation Programme (IGCP) zusammen. Das IGCP wurde 1991 als Zusammenschluss mehrerer im Gorillaschutz aktiver Organisationen gegr¸ndet, um die Schutzmaţnahmen effektiver zu koordinieren. Ziel der ZGF Aktivit”ten ist eine konkrete Verbesserung der Kontrollm–glichkeiten f¸r den Nationalpark, sowie eine Optimierung des Parkmanagements. Die ZGF f–rdert daher:
  • Personalkosten und Verpflegung der Ranger Patroullien im S¸den des Parks (Rumangabo)
  • Anschaffung von Zelten, Uniformen und Ausr¸stung f¸r Ranger in den Gorilla Gebieten
  • Installation eines HF Radio Netzwerks f¸r den s¸dlichen Teil des Parks u. eines VHF Radio Netzwerkes f¸r die Patroullien im GorillaGebiet
  • Solaranlagen zur Stromversorgung
  • Ausr¸stung und Personalkosten zum Monitoring der Gorillas
  • Bereitstellung von Medikamenten und medizinischer Ausr¸stung f¸r die Apotheke in Rumangabo
Ranger der Anti/Wilderer Einheit. Foto> U.Zimmermann
ZGF Projektleiter vor Ort
Robert Muir und Helen Hague

Projektpartner
Institute Congolaise pour la Conservation de la Nature (ICCN), Internationales Gorilla Schutzprogramm (IGCP), Welthungerhilfe

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